Wissenswert

Ein kleines Sammelsurium von nützlichen Dingen

Mit "E" oder "A"

Will uns da jemand ein „e“ für ein „a“ vormachen? Heißt es nun „Peguera“ oder „Paguera“? Viele Gäste sind verunsichert, ob der unterschiedlichen Schreibweisen ihres Urlaubsortes. Hier kommt die Antwort auf die häufig gestellte Frage:

„Peguera“ ist der mallorquinische, „Paguera“ der spanische Name. Falsch oder richtig gibt es also in diesem Fall nicht. Im Rathaus von Calvia setzt man sich für „Peguera“ ein, die Hoteliers bevorzugen „Paguera“. Übersetzt heißt der Name übrigens „Pechofen“, doch das soll kein Omen für den nächsten Urlaub sein – „Glücksquelle“ wäre viel passender. „Pechofen“ wurde der Ort einst genannt, weil hier früher das Harz der Kiefern zu Holzteer verarbeitet wurde.

Der Urlauber-Traum

Peguera ist einer der älteren Touristenorte auf Mallorca. Er liegt im Südwesten der Insel und gehört zur Gemeinde Calvia. Die Gäste, die vor allem aus dem deutschsprachigen Raum anreisen, finden hier zahlreiche Hotels, Appartementhäuser und gastronomische Einrichtungen. In der Hauptsaison kommen überwiegend Familien, in der Nebensaison sind mehr Rentner und Reisegruppen ohne Kinder vor Ort. Das Unterhaltungsangebot ist darauf abgestimmt. Da in den Geschäften, Hotels und Restaurants meist Deutsch gesprochen wird, kann man als Tourist auch ohne Spanisch-Kenntnisse problemlos kommunizieren. Das ist auch ein Vorteil der ärztlichen Versorgung in Peguera. Doch am besten bleibt man natürlich gesund.

Dann kann man sich bei sonnigem Wetter nämlich an einem der drei Strände tummeln und ins saubere Meer springen. Die gepflegten Sandstrände „Platja Palmira“, „Platja de Tora“ und „Platja de la Romana“ sind durch den Bulevar miteinander verbunden und so auch prima zu erreichen. Alle drei Strände werden im Sommer von Rettungsschwimmern überwacht. An der Strandpromenade gibt es viele Möglichkeiten, lecker zu essen. Am Abend kann man am Tora-Beach zum Beispiel bei Tapas und einem Glas Wein einen traumhaften Sonnenuntergang genießen.

 

 

Das Herzstück

Jeder Besucher läuft wahrscheinlich mehrmals täglich über den Bulevar de Paguera. Die zentrale Flaniermeile mit zahlreichen Fashion-Shops, Souvenirgeschäften, Cafés und Restaurants hat zwei Gesichter. Während am Tag quirliges Treiben herrscht, Autos fahren und Badegäste ihre Strandausrüstung über die Straße tragen, ist das Herzstück ab 19 Uhr nahezu autofrei. Dann kann man in Ruhe noch ein bisschen shoppen und/oder in eines der viele Restaurants einkehren. In den 1980er Jahren war die Straße noch in beide Richtungen befahrbar und vorwiegend von Kneipen und Diskotheken gesäumt. Der Bau einer Umgehungsstraße und andere Verkehrsberuhigungsmaßnahmen hatten einen positiven Einfluss auf den Bulevar de Peguera. Seit Jahrzehnten hat er eine wesentliche wirtschaftliche Bedeutung für den Ort.

Klein Mexico

Im Westen Pegueras befindet sich der Ortsteil Cala Fornells. Die noble Siedlung liegt im nordwestlichen Teil der Bucht von Santa Ponsa, gegenüber der Malgratinsel „Illa del Malgrat“, oberhalb der Steilküste. Der mallorquinischen Architekt Pedro Otzoup hat die Anlage in ungewöhnlicher Bauweise errichtet, denn sie erinnert stark an die mexikanischen Pueblos. Die einzelnen Häuser sind in Farbe, Material und Stil einheitlich, unterscheiden sich aber in Größe, Aufteilung und vielen kleinen Details. Die Wohnungseinheiten sind eng ineinander verschachtelt und stehen zwischen Pinienbäumen und gepflegten Vorgärten. Verbunden sind sie durch kleine und schmale Gassen und Treppen an den Hang. Von den Apartments der Aldea Cala Fornells bis zum geschützten Strand in der Bucht sind es ungefähr 200 Meter. Tipp für sportliche Fußgänger: Von der „Platja Palmira“ führt eine – gefühlt endlose – Treppe nach Cala Fornells.

 

 

Rettungsschwimmerturm Platja Palmira
Pueblos in Cala Fornells
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© Ralf Stix, Andrea Hildebrand